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Die USA erreichten wir über den Staat Washington. Nils erkundete mit dem die Olympic Halbinsel. Der Olympic Nationalpark (NP) ist ähnlich vielfältig wie die Vancouver Island. Regenwälder, hohe Schneeberge mit Gletscher und heisse Quellen treffen dort aufeinander. Neben Bären kommen dort zusätzlich Pumas und Schlangen als "unangenehme" Begleiter auf Wanderungen vor. Markus und Barbara wollten noch ein paar Tage Ufer sich haben, deshalb trennten wir uns Ufer 3 Tage. Die beiden fuhren nach Seattle und besichtigten die Stadt und den Zoo. Dann musste Barbara zurück in die Schweiz und wir trafen uns wieder am Flughafen. In Portland (Oregon) trafen Kim, eine Kollegin von Markus, mit welcher er in Bali herumreiste. Mit ihr verbrachten wir einen gemeinsamen Abend. Sie gab uns noch ein paar gute Reisetipps. Diese brachten uns dem Columbia River entlang, vorbei an Nordamerikas zweihöchstem, ganzjährigem (!) Wasserfall. Bei Hood River bestaunten wir die Windsurfer auf dem Columbia River. Windsurfen auf einem Fluss? Ja, dort fanden sogar Weltmeisterschaften statt. Weiter ging`s zum Sommerskigebiet am Mt. Hood (immerhin ein ca. 300m langer Sessellift). Dort übernachteten wir auf dem Parkplatz vor der genialen und gemütlichen Timberline Lodge. Dem Whirlpool konnten wir nicht widerstehen, so schlichen wir, mit dem Badetuch um den Bauch gebunden (mit einem derart dicken Bauch fällt man zum Glück in Amerika nicht auf), an der Reception vorbei zu den Aussenpools. Dann ging`s zurück zur Küste von Oregon. Unterwegs passierten wir ein interessantes Weingebiet mit Degustationsmöglichkeiten. Mmmmh. An der wilden Pazifikküste übernachteten wir 2 mal. Beim ersten Mal trafen wir Chrigel, einen Brienzer Musiker und Sanitär. Mit ihm hatten wir einen unterhaltsamen Abend mit unserer letzten Flasche Schweizer Weisswein, Hooch, Martini und Bier. Am 2. Abend trafen wir 2 Berliner namens Maren und Ralph. Die beiden kamen von der Ostküste quer durch die Staaten. Auch mit ihnen verbrachten eine lustige Zeit. Zum Glück tranken die beiden keinen Alkohol! Dann wollten wir die Küste wieder landeinwärts verlassen, doch da war noch diese Dünenbuggy-Vermietung. Da konnten wir natürlich nicht widerstehen. Wir mieteten für eine Stunde je einen Buggy und bereits nach 10 Min. sprangen wir wie die Wilden über die Sanddünen. Nils musste es natürlich wieder übertreiben: Nach einem Doppelsprung (Sprünge waren im übrigen nicht erlaubt) landete er auf einem Baumstamm. Die Vorderräder schauten in alle Richtungen, so musste der Sandbuggy-Abschleppwagen ausrücken. Es hat riesen Spass gemacht, obwohl der Unfall zusätzlich $75.-- gekostet hat. Für Nils war die Zeit gekommen, sich ein wenig zurückzuhalten, denn bereits am Vorabend hatte er Glück. Wir standen auf einer Mole und bewunderten Seehunde, Pelikane und Riesenwellen. Natürlich musste er wieder zuvorderst stehen. So kam es, dass eine Welle ihn zudeckte und fast wegspülte. Im Landesinneren besuchten wir den Crater Lake NP, einen wunderschönen See in einem Vulkankrater. Dies war die letzte Attraktion in Oregon. Von diesem Staat wurden wir positiv überrascht. Wir freuten uns auf das warme und sonnige Kalifornien. Die erste Nacht verbrachten wir am Fusse des Mt. Shasta bei 1 Grad Celsius - was bisher unsere kälteste Nacht war. "Welcome to California". Danach besichtigten wir den Lassen Volcanic NP, ein Park mit stinkenden Quellen und brodelnden Schlammlöchern. Gegen Abend verliessen wir die Berge und kamen nach Chico, einer Universitätsstadt. Dort stand das Quecksilber bei 36 Grad und so genossen wir unter Palmen einen tropischen Drink in einer lokalen Bar. Es geht also doch, lieber Kalifornien...! Markus musste sich diesen Drink aber zuerst verdienen. Nach langem Hin und her konnte Nils ihn überreden, sich die längst überfällige Hepatitis-Spritze setzen zu lassen. Am nächsten Morgen nutzen wir die Gelegenheit dieser Unistadt und schlichen in die Uni-Bibliothek um für 3Stunden das Internet gratis zu benutzen. Danach ging's erneut zurück an die Küste zu "unserem" Highway 1 für rund 150 km. In Oregan machten wir gute Erfahrungen mit Weindegustationen, weshalb soll das auch nicht im weltberühmten Napa Valley klappen? Dort wachsen hauptsächlich Cabernet Sauvignon, Pinot Noir und Chardonnay. Ein Besuch bei Mondavi, Silver Oak und Opus One belehrte uns eines Besseren. Man muss dort bis zu $ 25.-- für ein Versucherli bezahlen. So fuhren wir weiter nach Vallejo, um das gesparte Geld dort zu investieren. Und zwar im Sixflags- und Marine World Vergnügungspark! Dieser Park ist eine gelungene Mischung zwischen Mega-Achterbahnen und Tiershows. Zum ersten Mal sahen wir, wie gut Tiger tauchen können. San Francisco erreichten wir klassischerweise über die Golden Gate Bridge bei Sonnenuntergang. Über diese Weltstadt müssen wir nicht viele Worte verlieren: Shopping, Millionen Touris an der Fisherman's Wharf, Cablecar-Fahren und obligates Souvenirfoto mit Syydiaan an der Golden Gate Bridge. Besonders positiv aufgefallen ist uns das Rainforest Cafe, ein Erlebnis-Restaurant mit Bar im Regenwaldlook (www.rainforestcafe.com). Dies wäre eine Sensation in Basel! Wir spielen mit dem Gedanken, so etwas in Basel zu eröffnen. Dem Highway No 1, bzw. der Panamericana, entlang ging's weiter nach Santa Cruz. Dort trafen wir Jill, eine weitere Kollegin von Markus, mit welcher er ein Stück durch Australien reiste. Sie ist eine hübsche Schauspielerin, die jetzt leider einem indischen Guru zum "Opfer" fiel. Am Boardwalk von Sta Cruz schafften wir es doch noch, die erste Busse zu kassieren ($ 16.--Parkbusse, welche nicht ganz ernst genommen werden kann). Vor dem Yosemite NP übernachteten wir zum ersten Mal auf unser "Dachterrasse" unseres Campers, da die tropischen Temperaturen dieser Nacht (28 Grad)uns drinnen nicht schlafen liessen. Auf dem Dach liegend konnten wir einmal mehr den traumhaften Sternenhimmel und die vielen Sternschnuppen bewundern. In diesem Park bestaunten wir die ausgetrockneten Wasserfälle und suchten vergeblich die Spiegelungen im verdunsteten Mirrorlake. So verliessen wir den Park über den 3000m hohen Tiogapass. Auf dem Pass übernachteten wir, konnten aber wegen der Höhe nicht recht schlafen... Danach standen zwei unterschiedlichen Seen auf dem Programm: 1. Der Mono-Lake, welcher bis vor 4 Jahren Los Angeles als Wasserreservoir diente. Durch die Absenkung des Wasserspiegels versalzte der See und es entstanden bizzare Mineralskulpturen. 2. Der Mammoth Lake, welches eigentlich kein See ist, sondern im Winter Kaliforniens grösstes Skigebiet und im Sommer ein Mountainbike Mekka. Da nun Sommer ist, mussten wir zum Leidwesen von Nils Bike statt Skier mieten. Die Gondelbahn brachte uns x-mal an diesem Tag zur Bergstation, von wo aus man diverse Downhill-Varianten hat. Auf dem Weg nach Las Vegas durchquerten wir den Death Valley NP. Entgegen seines Namens ist das Tal des Todes eine sehr farbige Wüste. Dank Nils' sonst brillianten Kartenlesekünsten, wurde ausgerechnet dort zum ersten Mal der Diesel knapp. Die gewählte Gravelroad kam an einem anderen Ort zum Highway zurück, als er angenommen hatte. Las Vegas erwartete uns beim Eindunkeln in voller Lichterpracht. Dementsprechend mussten wir diese Spielerstadt natürlich durch die "Prachtstrasse" Las Vegas Boulevard (besser bekannt als "The Strip") erobern. Wie nicht anders zu erwarten war, versuchten auch wir unser Glück mit einarmigen Banditen und Black Jack - erfolglos! Am Strip lernten wir noch Andi Lüdi aus Liestal kennen. Er betreibt mit seiner kanadischen Frau mobile Vergnügungsbahnen. Durch ihn erhielten wir gratis die Möglichkeit, den "Sling Shot" zu testen. Diese ist eine zweisitzige Kugel, welche an 2 Bungee-Seilen befestigt ist und uns mit 5 G Beschleunigung in den Nachthimmel Las Vegas' knallte. Wow! Den nächsten Tag möchten wir nicht gross beschreiben: Solarzelle bringt keine Leistung mehr (und örtlicher Solarspezialist auch nicht!),Kompressorschalter am Camper erneut ausgestiegen und defekten Reifen (Blasen auf Lauffläche). Wir verliessen Las Vegas über den Hoover Damm nach Kingman. Dort fuhren wir auf einem Überbleibsel der legendären Route 66 nach Wiliams. Die Route 66 führte ursprünglich von Chicago nach Los Angeles. Da wir den Grand Canyon NP von früheren Reisen bereits kannten, verweilten wir nur kurz am South Rim und genossen die spektakuläre Aussicht. Auf der langweiligen Strasse nach Page am Lake Powell nutzten wir die Zeit, um unsere Spanisch Kenntnisse aufzubessern... ähm... oder überhaupt mal damit anzufangen. Wir haben die CD "Spanisch in 30 Tagen" nicht vergeblich mitgenommen. Die Übernachtung am Lake Powell bescherte uns mit einer sensationellen Lichtshow. Es blitzte 3 Stunden lang rund um uns herum, ohne dass wir selbst nass wurden! Da es wieder einmal Zeit war, viel Geld auszugeben, investierten wir $180.-- in 2 Std. Motorbootfahren auf dem Lake Powell. Dieser See hat unzählige Seitenarme und Canyons, durch welche man mit den 135 PS starken Powerboatsbrettern kann. Die sommerlichen Temperaturen luden auch zum Baden im kristallklaren Wasser ein. Zum Bryce Canyon NP nahmen wir eine 70 Meilen Offroad-Abkürzung. Das Schild "Unpassierbar bei Nässe" störte uns wenig, denn die Blitze am Horizontwaren noch weit weg. Am dem letzten Drittel auf Strecke bemerkten wir, wo das Gewitter durchzog. Die Strasse wandelte sich in eine glitschige Schlammpiste. Die bekamen auch Nico und Martina aus Bayern zu spüren, sie stecken mit ihrem Mietwagen bereits fest (Germany zero Points!). Sie bereiteten sich bereits auf eine Nacht im Auto vor, als sie unsere 6 Scheinwerfer am Horizont entdeckten (dramatisch, nicht wahr?). Wir boten natürlich unsere Hilfe an, und so fuhren wir zusammen zum Bryce Canyon Village. Am nächsten Tage wanderten wir gemeinsam mit den "Lederhosen" den Navajo und den Queens Garden Trail und sahen am Sunset Point den Sonnenuntergang. Der Bryce Canyon ist ein Tal mit einer Ansammlung von farbigen, erodierten Gesteinsformationen. Für uns beide ist der Bryce Canyon NP der schönste aller USA-Nationalparks (www.nps.gov/brca). |